historische und aktuelle Gesichter im Städtle Stuttgart

Es gibt sie, die Persönlichkeiten, die man hier erwähnen sollte. Und wer regelmäßig im Stuttgarter Städtle unterwegs ist, kennt sicher den einen oder anderen.

Oskar AHOI!

Beinahe wäre sein Kahn in der Odysee der Stadtpolitik untergegangen (Gedanken – „Die UHU Bar schließt am 31.03.2014). Doch Pitt Müller und seine Gefährten Klaudia und Dieter setzen die Reise fort.

Der Kapitän trifft seine Passagiere zur blauen Stunde an 5 Tagen in der Woche. Wer eingelassen wird, kann sich auf einen fantastischen Abend freuen. 

Mehr Informationen zu Oskar finden sie hier

Der letzte Nachtvogel Stuttgarter Nachrichten vom 10.12.2011
Oskar und Ali werden ... Stuttgarter Nachrichten vom 10.12.2011

website der uhu-bar

Jürgen Leippert, Maler, Zeichner, Künstler

Dass er einmal Künstler werden würde, stand für Leippert bereits früh fest. Schon im Alter von 19 Jahren ließ er sich von Alfred Lehmann in die Geheimnisse der Kunst einweihen. 1964 verließ Jürgen Leippert seine Heimatstadt Stuttgart, um in Berlin Malerei und Aktmalerei zu studieren. Sieben Jahre später zog es ihn zurück nach Stuttgart, bis heute hat er hier - Am Leonhardsplatz 22 - sein Atelier.

Immer wieder zieht es ihn nach New York und nach Holland zu Arbeitsaufenthalten und Einzelausstellungen.

Gerne kommt er aber immer wieder zurück in Städtle. Ihm gefällt hier das Flair und Leben. "Mehr Ordnung und Sicherheit ist schön, aber zu ruhig darf es hier auch nicht werden," sagt Leippert.

Heinrich Huth

Heinrich Huth, lebt und arbeitet im Leonhardsviertel.

Seit dem 25.03.2014 ist Heinrich Huth der Vorsitzende des SPD Ortsvereines Stuttgart-Mitte.

Kurzer Auszug aus seiner Rede anläßlich der SPD Kreiskonferenz am 23.11.2013:

"Auch wenn's dem Ländle scheinbar besser geht als dem größten Rest der Republik, so sieht man insbesondere im historischen Kern unserer Landeshauptstadt, wie sich Menschen aus unterschiedlichster Herkunft mit scheinbar weitest außeinanderliegenden Lebensentwürfen aneinander reiben.
Was manchmal zur Hochspannung, aber bisweilen auch zur zwischenmenschlichen Wärme führt. Wenn die Schwarzen über Jahrzehnte alle Schmuddelkinder dieses Metropolele in eine Waisenhausbaracke gesperrt haben – wenn die Grünen aus dieser Baracke gerne eine Vorzeigevilla mit Vorgarten machen möchten, dann ist es endlich die VERDAMMTE Pflicht der Roten, HINEINZUGEHEN und sich um DIE zu kümmern, die dort leben. Und das muss NICHT nur im Städtle, sondern auch in der Stadt wieder die Kernaufgabe der Sozialdemokratie werden."

Havariertes Raumschiff in Rotlicht, StZ am 19.08.2015 von Marc Schieferecke

Joe Bauer

Joe trifft man regelmäßig zum Mittagstisch beim Brunnenwirt. Außer er ist krank oder bei den Kickers.

Auf seiner Webseite „Joe Bauers Flaneursalon“ findet man unzählige Depeschen über unsere Altstadt.

Zwischen Investorengier, Lügenpolitik und Zukunftsgelaber erkennt er die versteckten Schönheiten und die vergessene Historie Stuttgarts. Er weiß, in welcher Mini-Bar Gary Cooper und Ella Fitzgerald ihre Autogramme hinterlassen haben und warum Picassos Lump ein Stuttgarter Dackel war.

"Die Leonhardstraße ist nur einen Steinwurf vom Rathaus entfernt, viele Entscheider waren noch nie hier", sagt Joe Bauer. "Ein schmuddliges Viertel, das es zu meiden gilt. Hier soll Publikumsverkehr herrschen, eine urbane und kulturelle Aufwertung der Altstadt ist das Ziel unserer Aktionen." Davon gab es bisher fünf. Die Suppenküchen am 14.12.2013 und 11.10.2014 sowie das Stuttgarter Schmuddel-Bankett am 24.05.2014, 18. July 2015 und am 04.12.2016 im Gustav-Siegle Haus.

Holger Hommel, Revierpoet

Laufhaus eins gibt heut bekannt,
das ohne Reim in diesem Land,
nicht mehr gevögelt wird im Puff,
denn sonst verlieren wir den Ruf(f),
das Land zu sein der Dichter, Denker,
nicht nur der Bausparkassenbanker
wer hier mit Lust die Nummer macht,
danach enspannt mit Goethe lacht.
Der Sex ist erst so richtig toll,
wenn er verdichtet werden soll!
 
Nehmen wir den Kampf auf gegen das Nichtverstehen und gegen die permanente Verunglimpfung milieuaffiner Aktivitäten und streiten wir für ein urbanes Leben im Leonhardsviertel mit einer guten Mischung aus Wohnen, Arbeiten und sicheren Laufhäusern, netten Puffs und geachteten Prostituierten... 

….und beliebten Lyrikern, deren Gedichtabende unter dem Titel „LAUFHAUSLYRIK - LEBENDIG, LUSTVOLL, LIEBENSWERT “ von den Altstädtlern herbeigesehnt werden... 

Heinrich Rohwedder, Bildhauer

Heinrich Rohwedder freischaffender Bildhauer aus Stuttgart wurde 1935 in Gnutz in Holstein geboren. 1954-1957 studierte er an der Werkkunstschule Hannover, 1957-1961 an der Akademie Stuttgart, 1961-1963 an der Ecole Nationale Supérieure Des Beaux Arts in Paris. Er lebt und arbeitet in Stuttgart in der Leonhardstraße 5.

Rohwedder gehört der Künstlergeneration an, zu deren Vorbildern die „L‘Art Informel“ in Paris, oder in Deutschland die Neue Abstraktion mit Schumacher, Wols und anderen zählten.

Claus Parge "Attila"

Claus „Attila“ Parge (*10. Januar 1951; †26.April 2019) war ein deutscher Profiboxer und Schauspieler. Seinen ersten Profikampf bestritt der Schwergewichtler am 6. Dezember 1982 in Mannheim gegen Charly Graf.Am 11. Mai 1984 unterlag er Reiner Hartmann im Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Schwergewicht durch technischen KO in der 5. Runde. Seine Profikarriere endete 1985. Ebenfalls 1985 spielte er den Boxtrainer im Film Macho Man mit René Weller.

Claus Parge war ein Mann mit vielen Facetten, aufgrund seiner boxerischen Erfolge war er unter anderem in einer Zeit, als der Boxsport und das Rotlichtmilieu noch zusammengehörten, Leibwächter eines Saunaclubbetreibers. Parge war Zuhälter und Szene-Wirt, betrieb in einem Keller „die Ritze von Stuttgart“: drei Tische, eine Theke und ein Boxring.

Er kannte sie alle. Die Jungs und Mädels von früher. Von Walli-Bär bis Moni-Maus.

Wir erinnern uns gerne an sein Bistro LUCKY PUNCH: Das etwas andere Lokal im Stuttgarter Bohnenviertel - Pfarrstrasse 25, Ecke Katharinenstrasse mit grosser Aussenterrasse bei Claus ATTILA Parge und WERNER. Hier trifft man Prominente aus der Boxerszene, sowie andere Prominente Gäste. Das Motto von ATTILA und WERNER: Sie kommen als Fremder und Du gehst als Freund. Die Wände des Lokals sind voll bestückt mit Bildern von prominenten Besuchern. Das reichhaltige Essen ist schwäbisch und international.

Heute Paddy´s Irish Pub.

Balthasar Friedrich Wilhelm Zimmermann

Der 1807 in der Jakobstraße 6 geborene deutsch protestantische Theologe, Dichter, Historiker war Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, der verfassunggebenden württembergischen Landesversammlung sowie des württembergischen Landtags.

Am 02. Januar 2014 wurde eine durch private Spenden finanzierte Gedenktafel am Geburtshaus enthüllt. Die Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann und der Finanzbürgermeister Michael Föll unterschrieben Briefe, mit denen begründet wurde, warum die Stadtkasse die Kosten für das Gedenken leider nicht übernehmen könne. Böse Zungen behaupten, daß die Aussage eine Gedenktafel für 200 Euro sei zu teuer nur vorgeschoben wird, weil man in Stuttgart keine Gedenktafel für einen linken Politiker will. 

 

Die Gedenktafel finden Sie unter der Rubrik "Generelles - Jakobstraße"!

Weitere Informationen über den Freigeist:

Wikipedia über Balthasar Friedrich Wilhelm Zimmermann

 

städtle.de | Für eine liebenswertes Städtle in der Altstadt Stuttgart