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Armutsprostiution und Strassenstrich

von Kappler | staedtle.de (Kommentare: 0)

Den Straßenstrich verdrängte man aus dem Leonhardsviertel erfolgreich. Die Sitte leistete hierbei ganze Arbeit. Was allerdings nicht bedacht wurde, ist, dass dieser sich jetzt im nahegelegenen Bohnenviertel, Katharinenstraße, Olgastraße bis zur Heusteigstraße ausbreitet. Der Spaziergänger von nebenan findet vor dem Kindergarten in der Heusteigstraße weggeworfene Kondome, ein Utensil was zwar zwingend zur Ausstattung jeder Dame gehören sollte, aber nun definitiv nichts für Kinderaugen ist und nicht in deren Hände gelangen sollte.

Die Rektorin der Jakobsschule will die Scheiben der Turnhalle verkleben, damit die Schüler den Straßenstrich nicht sehen. Jedoch wie will man den gänzlichen Kontakt verhindern? Die Kinder müssen ja irgendwie in die Schule gelangen und auch wieder weg von ihr. Es ist also tatsächlich eine obere Instanz gefragt diese Problematik zu lösen. Damit stellt sich die Frage: Warum bleibt der Straßenstrich nicht einfach mitten im Leonhardsviertel? Dort stört er am Wenigsten die Anwohner oder Gewerbetreibenden, denn er gehört mittlerweile einfach zum Stadtbild. Moralische oder Ethische Gründe können hier sicherlich keine Rolle spielen, denn ansonsten würde der Straßenstrich sich nicht verlagern, sondern gänzlich verboten werden. Die Stadt hat zudem die Möglichkeit das Gebiet, in welchem es erlaubt ist genau zu definieren und wie in anderen deutschen Städten zu kontrollieren. Die Mädchen auf der Straße hätten eine gute Chance ein paar Euro für sich selbst zu verdienen, denn die Wochenmiete für ein Zimmer ist vergleichbar mit der Tagesmiete in einem Bordell. Man muss sich schon wundern, dass die Sperrung der Leonhardstraße von der Stadt als Erfolg im Kampf gegen die Armutsprostitution verkauft wird.

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